Hanabanilla Stausee von Oben 0

Der Hanabanilla Stausee in der Escambray

Hanabanilla See in der Escambray
Hanabanilla See in der Escambray

Mitten in der Escambray liegt der Hanabanilla Stausee, ein ruhiges, touristenarmes aber dennoch landschaftlich wunderschönes Fleckchen Natur. Mit etwas Glück kann man in den Wäldern rund um den See Kubatrogone, die Nationalvögel Kubas, Kolibris oder gar Papageien bewundern.

Valle de Viñales in Pinar del Río in Kuba 0

Ausflug zum Viñales Tal

Bizarr emporragende Felsen aus roter Erde und einem saftig grünen Meer aus Palmen – ich hatte die wunderschöne Landschaft des Viñales Tal schon auf vielen Bildern gesehen und wusste: da möchte ich unbedingt hin!

Das Gebiet rund um das Viñales Tal entstand vor gut 170 Millionen Jahren. Im Laufe der Zeit wurden die weicheren Zwischenschichten aus dem harten Kalkgestein heraus gewaschen. So konnten verschiedene Höhlen und die für die Landschaft so typischen Kegelkarst und Mogoten entstehen. Das hat auch die UNESCO überzeigt und dem Nationalpark den Titel „Kulturlandschaft der Menschheit verliehen.

 

Anreise ab Havanna:

Eigentlich wollten wir von Havanna aus mit dem Viazul fahren, doch für eine Reservierung über das Internet bzw. eine persönliche am Vorabend kamen wir leider zu spät. Somit entschieden wir uns für das etwas teurere Taxi Collectivo, welches uns und die anderen Reisenden dafür aber von den Casas abgeholt hat.

Die erste Pause machte unser Fahrer direkt auf dem Seitenstreifen der Autobahn Nahe Machurrucutu. Wer wollte, konnte die Autobahn zu Fuß überqueren – nichts Ungewöhnliches in Kuba – und sich an der gegenüberliegenden Raststätte einen Kaffee holen. Der benachbarte See erregte aber viel mehr meine Aufmerksamkeit. Immer wieder konnte man beobachten, wie sich knapp ein Duzend Pelikane auf der Jagd nach Fischen immer wieder und wieder im Sturzflug in den See fallen ließen. Atemberaubend!

 

Auf der Suche nach einer Casa Particular:

Gegen Mittag kamen wir im Viñales-Tal an. Da wir diesmal auch noch keine Casa reserviert hatten, war unser Taxi Fahrer so freundlich uns die Casa seiner Familie zu empfehlen. Die Casa war angenehm ordentlich und sauber. Da es uns zusätzlich gelang den Preis für zwei Zimmer auf 40 CUC herunter zu handeln, blieben wir. Die Besitzerin zeigte uns gleich eine Übersichtskarte mit möglichen Ausflügen und pries uns besonders ein Ausflug mit Pferden für 5 CUC pro Person pro Stunde durch das Viñales Tal an. Wir entschieden uns aber unsere Umgebung erstmal zu Fuß zu erkunden.

 

Unterwegs im Viñales Tal – welche Ausflüge lohnen sich?

Schon bei dem ersten Spaziergang durch das kleine Städtchen Viñales viel uns sofort der Unterschied zu anderen Gegenden Kubas auf: Die Häuser waren fast alle in einem sehr guten Zustand, in freundlicher bunter Farbe gestrichen und häufig mit einer schönen großen Veranda oder Dachterrasse ausgestattet. An fast jedem Haus fand man den „blauen Anker“, das heißt es gab mindestens ein Zimmer, meist sogar mehrere, welche an Touristen vermietet wurden. So wundert es nicht, dass man auf den Straßen Viñales Menschen aus allen Ländern traf, Kubaner aber eher in der Minderheit waren.

Um uns einen kleinen Überblick über das Viñales-Tal zu verschaffen, nutzten wir den „Hop-on-Hop-off“-Bus, der die bekanntesten Tourismus Punkte der Gegend anfährt. Die Fahrt für einen Tag kostet 5 CUC pro Person, die man ganz einfach direkt beim Busfahrer bezahlt. Unterwegs bemerkten wir, dass wir nur 2 statt der bezahlten 3 Fahrkarten erhalten hatten. Somit gingen die anderen 5 CUC wohl direkt in die Tasche des Busfahrers.

Eine Fahrt quer durch das Viñales-Tal kann ich jedem empfehlen. Die aus der roten Erde herausragenden Mogoten wechseln sich ab mit Tabak-Plantagen, kleinen Bauernhöfen und dem Grün der üppigen Vegetation. Da wir nur noch Zeit für den Besuch einer Sehenswürdigkeit hatten, entschieden wir uns für den Besuch der Cueva del Indio, einer Karsthöhle, in der früher Indios lebten.

Am nächsten Tag freuten wir uns auf ein leckeres Frühstück in unserer Casa, stellten aber mit Ernüchterung fest, dass dieses doch etwas spärlich ausfiel. Ein aufgeschnittenes kleines Brot mit 3 kleinen Scheiben Marmelade und einem Obstteller. Nun gut, ärgern bringt nichts, lieber besuchten wir noch schnell die kleine Bäckerei im Ort um anschließend weitere Stopps der Bus-Tour zu erkunden.

So war zumindest unser Plan. Leider – oder eigentlich zu unserem Glück – verpassten wir jedoch den Bus. Dafür trafen wir den Taxi-Fahrer „Flaco Cuba“, der versprach, uns zu den schönsten Aussichtspunkten im Viñales Tal zu bringen. Für eine Rundfahrt von drei Stunden haben wir uns auf 20 CUC geeinigt. Und was soll ich sagen? Ich finde, es hat sich gelohnt.

Zuerst sind wir in das „Valle de Dos Hermanas“ – das Tal der zwei Schwestern – gefahren.

Die Straße schlängelte sich zwischen den imposanten Mogote de Dos Hermanas und dem Mogote del Valle hindurch bis linker Hand der Blick auf das berühmte Mural de la Prehistoria, ein 180 Meter breites und 120 Meter hohes Wandgemälde auf einem Kalkfelsen, frei wurde.

Wir fuhren aber weiter zu einer kleinen Anhöhe mitten im Tal, beim Restaurant „La Casa de Ana“. Ein wirklich schöner, ruhiger Platz, an dem man fast ein 360 Grad Panorama über das gesamte umliegende Tal, einen See, ein paar Felder und Bauernhütten genießen kann.

Unser nächster Punkt war an der Canopy Tour. Geschäftstüchtige Kubaner haben hier aus Holz einen kleinen Aussichtsturm gebaut und verlangen ganze 2 CUC Eintritt für einen Blick. Ob sich dieser Ausblick lohnt? Ich weiß es nicht.

Angesicht des Verdienstes anderer Kubaner, wollten wir diese „Abzocke“ nicht mit machen. Ein deutlich schöneres Fotomotiv war es das typisch kubanische Ochsengespann, welches uns auf der Straße entgegen kam.

Ein Tipp von uns: einen vermutlich ähnlich schönen Fernblick findet man, wenn man der Straße weiter folgt. Rechter Hand öffnet sich ein Tal mit Ackerland, bis sich im Hintergrund die Berge erheben.

Von Menschen keine Spur, nur das Rufen des einzelnen Stieres auf der Weide konnte man noch in hunderten Meter Entfernung vernehmen. Ein idyllischer Ort um seinen Gedanken freien Lauf zu lassen.

 

Die berühmten Tabakplantagen in Vinales:

Nun ging es auf zu einem Tabakbauern, denn wir wollten uns die Tabakfelder natürlich auch einmal aus der Nähe betrachten. Aus Samen, kleiner als Radieschen-Samen, wachsen jedes Jahr neue Tabakpflänzchen.

Während sie auf einem Feld noch recht winzig aus der roten Erde hervorlugten, stand das Nachbar Feld in voller Blüte. Ein Mann war gerade bei der Arbeit und lichtete seine Pflanzen aus.

Weiter hinten auf dem Feld standen Gestelle, auf denen die frisch geernteten Tabakblätter auf gehangen werden, um anschließend in einer für 3 Monate in einer Trockenscheune fertig zu trocknen.

Die Scheunen werden aus Holzstangen und Palmenblättern gebaut und verströmen diesen typischen Tabak-Geruch.

 

 

 

 

Weitere schöne Aussichtspunkte:

Auf einer Anhöhe süd-östlich von Viñales liegt das Hotel La Ermita, unser nächster Stopp. Nach kurzem Fragen durften wir auf das Gelände und vom perfekt geschnittenen Hotelrasen auf Viñales hinabblicken.

Wirklich empfehlen möchte ich aber die Aussicht bei dem Restaurant „Finca Agroecologica El Paraiso“.

Rund um das Restaurant sind kleine Hochbeete verteilt, wo das Gemüse selbst angebaut wird. Besonders beeindruckt hat mich aber Panorama über das Viñales-Tal mit den Bergen im Hintergrund.

 

 

 

Die Cueva de Vaca – ein Ausflug zu Fuß:

Am Nachmittag sind wir dann zu Fuß losgezogen. Der Weg führte uns vorbei an einigen Tabakfeldern, deren Besitzer uns gleich einlud, seinen Hof zu besichtigen und die Herstellung einer Zigarre zu demonstrieren. Natürlich kam an Ende die obligatorische Frage, ob wir bei ihm nicht ein paar Zigaretten kaufen möchten, da sie bei ihm viel günstiger als im Laden seien.

Wir lehnten dankend ab und liefen weiter bis zur Höhle „Cueva de Vaca“. Eine relativ normale Höhle, deren Stalaktiten beim Anleuchten aufgrund des Salzes leicht funkelten. Wesentlich imposanter empfand ich jedoch den Ausblick auf der anderen Seite, so dass wir ins Tal hinabkletterten.

Die Sonne war langsam am Untergehen und es fiel ein wunderschön warmes Licht auf die Umgebung. Wir entschlossen uns nicht durch die Höhle zurück zu gehen, sondern durch um die Mogoten herum zu wandern.

 

Auf dem Weg trafen wir noch ein paar Bauern, die uns zu einer Reitstunde am nächsten Morgen einladen wollten. Wenn wir direkt bei ihnen buchen, würden wir nur 3 CUC pro Person pro Stunde zahlen. Dass die Vermieter beim Vermitteln von Ausflügen mitverdienen war mir ja bekannt, aber dass es dann doch ganze 40% des Preises sind finde ich schon erschreckend.

Da wir aber eh am nächsten Tag wieder abreisen mussten und am selben Tag auch eine Reitergruppe gesehen haben, wo mindestens ein Pferd durchgegangen ist, war auch der günstige Ausflug keine Option für uns.

 

Mein Fazit zum Viñales-Tal:

Landschaftlich ist das Viñales -Tal eine absolute Augenweide, für die selbst eine längere Anreise lohnt. Wer möchte, kann hier Wandern, Klettern, Reiten oder auch einfach nur die Aussicht und Natur genießen.

Allein für die Erkundung des Tales empfehle ich einen Aufenthalt von 2 bis 3 Tagen, gerne auch mehr, einzuplanen. Zusätzlich können auch Ausflüge zu nahegelegenen Stränden, Tauchtouren oder Höhlenbesichtigungen gebucht werden.

Die Stadt Viñales war mir persönlich zu wenig kubanisch. Sie ist aber perfekt, für Urlauber, die gute Restaurants, Unterhaltung und Unterkünfte auf europäischem Niveau suchen. Wenn wir das nächste Mal ein paar Tage im Viñales Tal verbringen, werden wir uns vermutlich eher eine Unterkunft in einem der anderen Dörfer im Tal suchen.

Blick aus dem Fenster 0

Lohnen sich die Best Preis Tarife von Eurowings?

Bei unserer Reise nach Kuba im Januar 2018 hatten wir die Qual der Wahl bei der Auswahl der für uns passenden Airline und des perfekten Tarifes. Da wir mit sehr viel Gepäck – sechs Koffern, zwei Fahrrädern und fünf Mal Handgepäck – unterwegs waren, wollten wir direkt ab Leipzig fliegen und natürlich bei maximalem Komfort möglichst wenig bezahlen. Wir entschieden uns für den Best-Preis Tarif von Eurowings. In diesem waren für uns drei 6 Koffer á 23kg, 6-mal Handgepäck bis zu 8 kg und – bei Bezahlung mit der Kreditkarte von Eurowings – sogar die beiden Fahrräder im Preis inbegriffen. Perfekt.

Auf die zusätzlichen Annehmlichkeiten vor, zwischen und während der Flüge freuten wir uns besonders. So betrug unsere Wartezeit am Check-in am Flughafen gerade mal ein paar Minuten, denn dank Priority Check-In durften wir „vordrängeln“. Genau wie beim Security-Check: Ankommen, drankommen, fertig. So entspannt begann noch keine meiner Flugreisen. Aber damit noch nicht genug. Bis zum Start durften wir ganz entspannt in der Lufthansa-Lounge warten und uns die Bäuche mit einem leckeren Frühstück füllen.

Auch in der Luft wurden wir verwöhnt: auf dem Flug nach Köln/Bonn hatten wir Sitze in den ersten drei Reihen ohne direkten Sitznachbar. Da auch Essen und Trinken komplett im Preis inkludiert war, war unser einziges Problem die Frage, was wir zuerst probieren sollen.

Am Flughafen Köln/Bonn angekommen, mussten wir die Tickets für unseren Weiterflug abholen und konnten dann wieder in der Lufthansa-Lounge warten. Zum Glück – denn zu unserer normalen Wartezeit kamen noch einmal knapp drei Stunden Verspätung von Eurowings hinzu. Trotz einer guten Auswahl und reichlich Essen war die Wartezeit doch recht nervig.

Auf unserem Langstreckenflug hatten wir wieder Plätze in den ersten drei Reihen, die nach hinten zusätzlich durch eine dünne Wand abgetrennt waren. Die Sitze waren breiter als die normalen und auch der große Fußfreiraum war sehr angenehm. Für jeden Fluggast gab es ein kleines Hygienepaket, ein Kissen und eine Decke.

Auch Getränke und Essen waren bei unserem Flug wieder kostenfrei, wobei ich aber nach der Wartezeit und dem vielen Essen in Köln noch gut gesättigt war. Im Entertainment Programm von Eurowings konnte man zwischen einfachen Spielen, Hörspielen, ein paar Serien und Kinofilmen wählen. Es waren zwar nicht die allerneusten Medien, aber es hat gereicht um während des Fluges beschäftigt zu sein.

Ich bin während des Fluges zwar immer wieder weggedöst, aber richtig schlafen konnte ich trotz der großen Sitze nicht. Dafür schliefen mir, je nach Sitzposition, dann doch mal Beine und Po ein.

 

Um zu sagen, ob das Upgrade zum Best Preis lohnt, schlüssel ich einmal die einzelnen Leistungen auf:

Priority-Check-In und Fast-Lane beim Security Check: Natürlich sind Wartezeiten immer unangenehm, aber letztendlich startet der Flieger für alle Passagiere zur gleichen Zeit. Warten muss man also so oder so, der einzige Unterschied ist wo man wartet.

 

Lufthansa-Business-Lounge: Ohne Zweifel ist es in einer Lounge deutlich ruhiger und bequemer. Der angebotene Service wie Getränke und Essen variiert von Abflughafen zu Abflughafen stark. Während es in Varadero ein Sandwich und etwas Knabbergebäck gab, wurden in Köln/ Bonn in regelmäßigen Abständen neue Speisen angeboten. Ob sich ein Besuch in der Lounge lohnt, hängt wohl hauptsächlich von der Aufenthaltsdauer und dem Abflughafen ab.

Tipp: Der Zugang zu einigen Lounges an Flughäfen lässt sich auch ohne teuren Tarif käuflich erwerben.

 

Der Flug an sich: Die breiteren Sitze in den ersten drei abgetrennten Reihen sind aufgrund ihrer Größe und dem Sitzplatzabstand zum Vordermann vermutlich deutlich bequemer, als die normalen. Durch die Abtrennung zu den hinteren Reihen laufen kaum Leute durch den Gang und es ist relativ ruhig. Wem es hauptsächlich auf die größeren Sitze ankommt, der kann sich natürlich auch einfach gegen Aufpreis einen Premium-Sitz zum günstigeren Tarif dazu buchen.

 

Der Preis: Die Best-Preis-Kategorie ist natürlich nicht unerheblich teurer als die Basis-Kategorie. Bucht man aber zum Basispreis noch zusätzliche Koffer oder einen Wunschsitzplatz, so fällt der Unterschied schon nicht mehr so groß aus. Essen, Trinken und Entertainment kann man natürlich in begrenztem Maß auch selbst mit auf die Reise nehmen. Wobei ich mir in der Regel aber doch meist irgendwo irgendetwas kaufe. Denn irgendwie hat man auf das, was man gerade selbst nicht dabei hat, doch den meisten Appetit.

 

Mein persönliches Fazit:

Ich denke, ob das Upgrade zum Best-Tarif lohnt, kommt ganz auf die Reise an sich an. Gerade bei langen Flügen oder einer anstrengenden Weiterfahrt nach dem Flug, kommt man wesentlich ausgeruhter an sein Ziel. Auch bei zusätzlichem Gepäck, besonderen Sitzplatz- oder Essenswünschen, lohnt es sich, die Gesamtkosten vorher kurz durchzurechnen. Bei kurzen Flügen mit wenig Gepäck wäre mir persönlich der Aufpreis für die Best-Preis-Kategorie zu teuer.

 

Achtung: Eurowings hat jetzt neben dem Basic, Smart und Best-Tarif nun einen neuen Bizclass Tarif. Die Leistungen beim Best-Tarif wurden leider eingeschränkt: laut Homepage ist die Fast-Lane beim Security Check nur noch für HON und SEN- Mitglieder und der Lounge-Zugang nur noch für HON, SEN und FTL- Mitglieder im Preis enthalten. Auch das Catering à la Carte wird im Best-Preis nicht mehr angeboten.

¡Hola! 0

Sprachen lernen mit Apps

Egal wohin man reist, es ist immer schön, wenn man sich wenigstens mit ein paar Worten in der Landessprache verständigen kann. Dank unserer Handys ist es uns quasi überall und jederzeit möglich, eine neue Sprache zu lernen. Vor unserer Reise nach Kuba wollte ich unbedingt nebenbei etwas Spanisch lernen, aber ohne viel Geld auszugeben.

Da ich im Folgenden natürlich auch die Namen der Apps nennen werde, die mir am besten gefallen haben, kennzeichne ich den Bericht zu Sicherheit als Werbung, auch wenn er nur meine Erfahrungen wiederspiegelt.

Nach einigem Suchen und Ausprobieren sind auf meinem Handy drei Apps übrig geblieben, die ich mal mehr, mal weniger regelmäßig genutzt habe.

 

Duolingo

Duolingo ist eine gute App um eine neue Sprache zu lernen oder auch gelerntes aufzufrischen. Die  kostenfreie Version wird über Werbeeinblendungen finanziert. Bei Abschluss eines 12 Monats Vertrages, kann man für 7 Euro pro Monat, aber auch die Werbung entfernen. Deutsche Sprachkurse gibt es für Englisch, Französisch und Spanisch.

 

Die Vokabeln:

In Duolingo gibt es 65 Themengebiete, die jeweils mehrere Lektionen enthalten. Man kann ein Thema aber nur lernen, wenn man alle vorherigen abgeschlossen hat. Wer eine Sprache bereits etwas beherrscht, kann zu Beginn auch einen Einstufungstest machen, um nicht am Anfang beginnen zu müssen.

Das Lernen neuer Vokabeln:

Die Reihenfolge der zu lernenden Themengebiete und Lektionen ist vorgegeben und baut in der Schwierigkeit aufeinander auf. Die zu lernenden Vokabeln werden meist in Wortgruppen oder Sätzen eingebunden und auch das Hören, Aussprechen und Schreiben wird abgefragt.

Das Wiederholen gelernter Vokabeln:

Um das gelernte zu festigen gibt es bei Duolingo zwei Möglichkeiten. Jedes Themengebiet kann mit immer wechselnden Abfragen immer wieder wiederholt werden. Dabei werden allerdings alle Vokabeln eines Themas abgefragt. Alternativ kann man eine themenübergreifende Wiederholung machen. Allerdings werden, zumindest bei mir, auch sehr häufig ganz einfache Vokabeln abgefragt.

Duolingo – mein persönliches Fazit

Zum eigenständigen Lernen einer Sprache ist Duolingo sehr gut geeignet. Zu lernende Vokabeln werden fast immer in einen Satz eingebaut, so dass man auch andere Wörter immer wieder wiederholt. Für die Grammatik Lektionen, wie zum Beispiel verschiedene Zeitformen, hilft es aber ungemein, sich im Internet die Erklärungen dazu anzuschauen.

Die Wiederholungen gefallen mir bei Duolingo allerdings weniger. Für mich werden häufig auch zu einfache Vokabeln abgefragt. Auch fehlt mir in der App eine Übersicht, wie viele Vokabeln wiederholt werden müssen und wie viele bereits im Langzeitgedächtnis sind.

Gut finde ich hingegen, dass man bei Duolingo einen Lern-Club erstellen kann und mit Freunden gemeinsam lernen kann.

 

 

MosaLingua

Die App von MosaLingua eignet sich am besten um Vokabeln dauerhaft zu lernen und zu wiederholen.

In der kostenfreien Basisversion kann man nur die grundlegenden Funktionen der App kennenlernen. Wer die App wirklich zum Lernen nutzen möchte, sollte sich die Vollversion kaufen. Diese ist mit gerade einmal  5,49 € pro Sprache durchaus erschwinglich.

Die App gibt es zum Lernen von Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch und Portugiesisch.

 

Die Vokabeln:

In der Vollversion von MosaLingua erwarten einen 3000 Vokabelkarten, weitere Vokabelpakete können zusätzlich gekauft werden. Es ist aber genauso möglich, selbst einzelne Vokabeln von Hand anzulegen.

Das Lernen neuer Vokabeln:

Welche Vokabeln gelernt werden, kann man selbst bestimmen. Entweder folgt man den Vorschlägen der App und beginnt mit den einfachsten und häufigsten oder man wählt eigene Vokabeln aus.

Das eigentliche Lernen erfolgt in 4 Stufen: Hören & Aussprechen, Auswendiglernen, Schreiben und der Selbsteinschätzung, wie leicht eine Vokabel ist.

Das Wiederholen gelernter Vokabeln:

Bei MosaLingua erfolgt die Wiederholung der einzelnen Worte wie bei „normalen“ Vokabelkarten. Entweder muss man zum deutschen Wort sich an die zu lernende Vokabel erinnern oder andersherum.

Der große Vorteil der App ist, dass man selbst entscheidet, ob man sich an eine Vokabel perfekt, gut, schwer oder gar nicht erinnern kann. Dadurch ist die Wiederholungsfrequenz für schwere Vokabeln höher, und wirklich einfache Vokabeln werden kaum abgefragt.

Mosa Lingua – mein persönliches Fazit

Zum alleinigen Lernen einer Sprache ist die App von MosaLingua nur mittelmäßig geeignet. Der eigentliche Lernprozess für einzelne Vokabeln fällt ziemlich knapp aus. Die meisten Vokabeln weiß ich deshalb nach dem ersten Lernen nicht auf Anhieb. Nur zu einigen Vokabeln gibt es einen, selten auch zwei, Beispielsätze. Daher ist es besonders zu Beginn nicht einfach, die gelernten Vokabeln auch im Kontext nutzen zu können.

Zum Auffrischen und dauerhaften Lernen von Vokabeln finde ich MosaLingua dank dem Wiederholsystem mit Selbsteinschätzung perfekt. Denn gerade die Vokabeln, an die man sich nur mit Mühe erinnern kann, werden häufiger wiederholt.

Man hat eine gute Übersicht, wie viele der gelernten Vokabeln es tatsächlich ins Langzeitgedächtnis geschafft haben.

 

Memrise

Eine sehr gute App um eine Sprache von Grund auf zu lernen. Memrise kann man sowohl als kostenlose Version, wie auch als Pro-Version nutzen. Die Pro-Version kostet 47€ pro Jahr, wird aber  ab und zu auch mit 50% Rabatt angeboten. Sie hat einige Vorteile, wie das gezielte Lernen von Problemwörtern, kurze Videos mit der Aussprache von Muttersprachlern oder die Möglichkeit auch offline zu lernen. Prinzipiell reicht aber auch die Basis-Version. Mit Memrise kann man Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch und weitere Sprachen lernen.

Die Vokabeln:

Bei Memrise werden für jede Sprache mehrere Kurse angeboten. Diese bauen auf einander auf und beinhalten unterschiedlich viele Vokabeln. Bei Memrise lernt man aber nicht nur einzelne Vokabeln, diese werden auch in verschiedenen zu lernenden Sätzen angewandt. Das Anlegen eigener Vokabeln ist nicht möglich.

Das Lernen neuer Vokabeln:

Zum Lernen gehört bei Memrise auch die richtige Aussprache und Schreibweise. Eine Vokabel muss sechs Mal wiederholt werden, bis sie als gelernt gilt. Die Aussprache folgt abwechselnd von einem Mann und einer Frau.

Das Wiederholen gelernter Vokabeln:

Die Wiederholung kann entweder im Turbo-Modus oder via „klassischer Abfrage“ erfolgen. Im Turbomodus muss man schnellstmöglich zu einem deutschen Wort, das passende Pendant aus vier möglichen finden. In der „klassischen Abfrage“ gibt es dieselben verschiedenen Modi wie beim eigentlichen Lernen auch.

Memrise – mein persönliches Fazit

Wer eine Sprache neu lernen möchte, ist bei Memrise gut aufgehoben. Da nicht nur einzelne Vokabeln gelernt, sondern auch verschiedene Beispielsätze vorgegeben werden, fällt es einem leichter, gelerntes anzuwenden und auch im Kontext zu verstehen. Alle Vokabeln werden von einer Männer- und einer Frauenstimme gesprochen, was mir sehr gut gefällt.

Nicht so gelungen finde ich die Aufteilung in verschiedene Kurse. Dadurch schreitet man auf den ersten Blick zwar ziemlich schnell voran, aber in älteren Kursen häufen sich schnell die zu wiederholenden Worte an. Dadurch, dass man bei der Wiederholung häufig die Wahl aus drei bis sechs möglichen Worten hat, kann es auch schnell vorkommen, dass man das richtige Wort nur geraten oder vermutet hat. Es wird natürlich dennoch als „richtig“ gewertet.

Die Funktion „Freunde hinzufügen“, mag ich dafür sehr. Man kann immer sehen, wie viele Punkte der andere durch Lernen oder Wiederholen gesammelt hat. Das motiviert definitiv am Ball zu bleiben  und noch ein paar Punkte mehr zu verdienen.

 

Sprachen lernen mit Apps – mein persönliches Fazit

Ich finde, Apps sind eine gute Möglichkeit, ein Gefühl für eine neue Sprache zu bekommen oder auch vorhandenes Wissen aufzufrischen. Jeder kann in seinem eigenen Tempo arbeiten, muss dafür aber natürlich auf die Erklärungen eines Lehrers verzichten.

Die Möglichkeit immer und überall für ein paar Minuten Lernen zu können, hat natürlich den Nachteil, dass es keine festen Termine wie bei Sprachkursen gibt und man selbst seinen inneren Schweinehund überzeugen muss.

Man sollte sich auch bewusst sein, dass man allein mit Apps vermutlich kein hohes Sprachniveau erreichen kann. Zum Lernen einiger Grundlagen, zur Verständigung für den Urlaub oder auch begleitend zum Unterricht in der Schule kann ich die genannten Apps aber nur empfehlen.

0

Geld verdienen mit dem Verkauf von Fotos – Lohnen sich Mickrostock Anbieter?

Wer hat sie nicht – Festplatten, voll mit den verschiedensten Fotos aus aller Welt. Wie wäre es, mit dem Verkauf eben dieser Bilder etwas Geld nebenher zu verdienen? Am einfachsten und unkompliziertesten gelingt dies wohl über so genannte Mickrostock-Agenturen. Diese verkaufen die Fotos und beteiligen den Fotografen am erzielten Gewinn.

Was man als Fotograf tun muss? Man lädt seine Fotos bei den Anbietern hoch, fügt passende Schlagwörter und eine oder mehrere Kategorien hinzu. Besonders die Verschlagwortung ist wichtig, da diese meist entscheidet, ob ein Foto vom Suchenden gefunden wird oder nicht. [...]

Der Plansee am Morgen 0

Fotospot Plansee – ein traumhaft schöner Bergsee in Österreich, Tirol

 

Der Plansee mit seinem glasklaren, türkis-blauem glitzernden Wasser liegt umgeben von teils Schneebedeckten Bergen der Alpen auf über 950m Höhe in Österreich Tirol. Seine ausgezeichnete Wasserqualität und die wunderschöne Umgebung machen ihn zu einem perfekten Ort, um einmal die Seele baumeln zu lassen.

 

Abhängig von der Tageszeit und dem sich ändernden Sonnenstand, kann man an nur einem Tag verschiedenste Stimmungen am See fotografieren. Mit etwas Glück ist es sogar so windstill, dass sich nahezu perfekte Spiegelungen am Bergsee ergeben.

 

Besonders schön finde ich die Bucht in Höhe des Hotels Seespitze bzw. des Campingplatzes Sennalpe. An diesem Fotospot sind auch die meisten Bilder dieser Seite entstanden.

Fährt man die Strasse am nördlichen Seeufer entlang, kann man weitere schöne Fotopunkte entdecken. An manchen besonders windgeschützten Stellen spiegeln sich die umlaufenden Bergketten der Alpen perfekt im Blau des Wassers.

Der Plansee ist nicht nur ein fantastischer Fotospot sondern auch ein idealer Ausgangspunkt zum Wandern, Segeln und Tauchen. Über eine kleine Brücke ganz im Westen des Sees in Höhe des Campingplatzes kann man zum Beispiel in rund 30 bis zum Heiterwanger See wandern und zum anschließenden kurzen Abkühlen ist das Wasser des Alpensees mit seinen Höchsttemperaturen von um die 18 Grad im Sommer genau richtig.

 

Den Plansee erreicht man über die L255 von den Orten Reutte und Breitenwang im Westen oder Ammerwald / Ettal im Osten.

Spinnerdelfine im Riff 0

Schwimmen mit Ostpazifischen Delfinen am Shaab Marsa Alam – ein Erfahrungsbericht

Wer einmal die Möglichkeit hat Delfine in ihrem natürlichen Umfeld zu erleben, wird dieses beeindruckende Erlebnis so schnell nicht vergessen. Diese Leichtigkeit und Verspieltheit mit der die quirligen Meeressäuger durchs Wasser gleiten und toben ist einzigartig und faszinierend zugleich.

In Ägypten am Roten Meer hat man mit etwas Glück die Möglichkeit Delfine zu sehen und mit ihnen zu schwimmen. Im Raum Hurghada leben einige Große Tümmler, rund um Marsa Alam Spinnerdelfine.

Mein heutiger Erfahrungsbericht wird sich um mein Erlebnis mit Spinnerdelfinen am Shaab Marsa Alam drehen.

Ostpazifische Delfine oder Spinnerdelfine

Spinnerdelfine, auch Ostpazifische Delfine genannt, können bis zu 2,60 Meter lang werden und leben in Gruppen von bis zu mehreren hundert Tieren. Auffallend ist ihre langgezogene Schnauze, deren Spitze einen dunklen Fleck hat. Den Namen Spinnerdelfin haben die Meerestiere aufgrund ihrer beeindruckenden Sprünge, bei denen sie sich aus dem Wasser schrauben und bis zu 14 mal um ihre eigene Achse drehen (engl. „to spin“).

Die Delfin-Tour mit der Tauchschule

Rund um Marsa Alam gibt es verschiedene Anbieter für Delfin Touren. Nachdem meine Erfahrungen mit FTI in Hurghada eher durchwachsen waren, entschied ich mich diesmal für einen Ausflug mit der Tauchschule. Wir fuhren in einer kleinen Gruppe direkt zum Hafen von Marsa Alam. Anschließend ging es per Boot weiter zum Riff Shaab Marsa Alam, einem Naturschutzgebiet.

Und tatsächlich, schon von weitem sahen wir eine Gruppe von circa 15 Delfinen. Ein Zodiac brachte uns von unserem Boot in die Nähe der Delfine, den Rest schwammen wir. In Ruhe drehten die Delfine ihre Runden: entlang des Riffes schwammen sie an der Oberfläche, um am Ende abzutauchen und am Meeresboden wieder zum Anfang des Riffes zu schwimmen.

Spinnerdelfine gehen in der Nacht außerhalb des Riffs auf Jagd nach kleinen Fischen, Kalmaren und Krebstieren. Um sich von ihren anstrengenden Beutetouren auszuruhen, ziehen sie sich tagsüber in seichtere Gewässer von Riffen zurück. Darum ist es sehr wichtig, die Delfine nicht zu stören und ihnen ihre Ruhe zu lassen.

Es war schön, sie einfach nur beim Schwimmen zu beobachten und kleine Strecken neben ihnen her zu schnorcheln. In der Delfingruppe waren nicht nur erwachsene Delfine sondern auch zwei kleinere. Dank ihrem ausgeprägten sozialen Verhalten kümmern sich alle weiblichen Mitglieder einer Delfin Schule gemeinsam um die Babys und halten ständig engen Körperkontakt.

Nach einem Mittagessen auf dem Boot konnten wir noch einmal im Riff schnorcheln. Ich war alleine im Wasser als die Delfinen nach einem kurzen Ausflug wieder ins Riff zurückkamen.

Im Gegensatz zum Vormittag waren die Tiere nun richtig munter: unter Wasser trennten sie sich in zwei Gruppen. Die Gruppe mit den Kleinen zog in Ruhe ihre Kreise während die andere Gruppe durchs Wasser tobte. Sie stupsten sich immer wieder gegenseitig an, drehten sich und jagten eng beieinander durchs Meer. An der Wasseroberfläche trafen sich die beiden Gruppen wieder um gemeinsam abzutauchen.

Ein Delfin war besonders neugierig. Immer wieder schwamm er zu mir und drehte seine Runden um mich. Am Ende wurden seine Runden sogar so schnell, dass er mich schneller umrundete als ich es schaffte mich um meine eigene Achse zu drehen. Es war ein traumhaft schöner Moment, den sich so schnell nicht vergessen werde.

 

Wichtige Verhaltensregeln

Allen, die nun auch das Fernweh gepackt hat und auf der Suche nach einer Reise nach Ägypten zu den Delfinen sind, möchte ich drei kleine Bitten mit auf den Weg geben.

Bitte fasst die Delfine NICHT an. Wenn wir Delfine berühren, zerstören wir die Schutzschicht auf ihrer Haut. Auch Bakterien und Pilze können sich von uns auf die Meeressäuger übertragen.

Bitte jagt die Delfine nicht, wenn sie ihre Runden drehen kommen sie von alleine zurück. Außerdem ist es ist eh viel schöner, wenn sie auf einen zu schwimmen, statt vor einem zu flüchten.

Bitte wählt euren Reiseveranstalter mit Bedacht und unterstützt keine Hetzjagden auf die Delfine. Ganz nebenbei: unser Delfinausflug war nicht teuer und wir konnten nahezu beliebig lange im Riff verweilen.

0

Foto-Tour durch das Cetina Tal in Dalmatien

Wer einmal in der malerischen kroatischen Küstenstadt Omiš zu Gast ist, sollte sich auch unbedingt den kleinen Hafen an der Mündung der Cetina und das dahinter liegende Flusstal anschauen.

Der Fluss Cetina ist einer der drei großen Flüsse Dalmatiens. Sie entspringt einer Karstquelle bei einem kleinen Örtchen namens Cetina. Anschließend bahnt sie sich ihren Weg durch die Dinarischen Alpen, bevor sie bei Omiš in die Adria mündet.

 

Auf ihrem gut 100 km langen Weg hat sie über Jahre eine einzigartige bezaubernd schöne Flusslandschaft gestaltet.
Bereits nach wenigen Metern von der Mündung in Omiš flussaufwärts wird man von dem atemberaubenden wildromantischen Flusstal in seinen Bann gezogen.

Das kristallklare Wasser, welches Abhängig vom Stand der Sonne türkis blau glitzert durchquert eine einzigartige, großteils unberührte grüne Natur und steil abfallende Felsen – ein Traum für jeden, der die Natur genießen möchte.

 

 

 

 

 

 

 

An die beiden Restaurants Kaštil Slancia und Restoran i izletište Radmanove mlinice , die sich direkt an der Cetina befinden, kann man auch per Boot anlegen und gemütlich Speisen.

Um einen Blick auf das Cetina Tal von oben zu werfen, muss man zum zum Ort Zadvarje fahren. Kurz nach Ortseingang findet man einen fantastischen Aussichtspunkt.

Man überblickt einen riesigen Teil des Cetina Tales und des angrenzenden Gebirges mit den Velika und Gubavica Wasserfällen bis zum Wasserkraftwerk.

Auch die Aussicht an der kleinen Kirche Srce Isusovo ist sehr zu empfehlen.

 

Schwimmen mit Delfinen im Roten Meer 0

Schwimmen mit Delfinen im Roten Meer bei Hurghada

„Dolphin House“-Tour von FTI im Roten Meer

Einmal mit freilebenden Delfinen schwimmen, schnorcheln oder tauchen – diesen Traum haben viele. Bei einem Urlaub in Ägypten kann er tatsächlich Wirklichkeit werden.

Ich habe meinen Delfinausflug „Dolphin House“ im Roten Meer über FTI gebucht. Auf Nachfrage hatte man mit versichert, dass dies ein ruhiger Ausflug ohne Hetzjagd auf die Tiere sein würde.

Um sicher zu gehen.. dieser Bericht spiegelt meine persönlichen Erfahrungen wieder. Da dennoch Namen genannt werden, kennzeichne ich ihn als Werbung, obwohl ich für diesen kein Geld bekommen habe.

Die Fahrt vom Hotel zum Hafen von Hurghada war eher unangenehm. Die Plätze im Jeep waren ziemlich hart und wir fuhren noch mehrere Hotels an, um weitere Gäste einzusammeln.

Am Hafen erhielten wir unsere Schnorchelausrüstung und wer wollte, konnte auch einen Neopren Shorty ausleihen.

 

Der Ausflug

An Bord des Schiffes bekamen wir ein paar Informationen zum Ablauf unseres Ausfluges und zu den Delfinen. Ganz wichtig ist, dass die Delfine – und auch sonst nichts im Wasser – angefasst werden darf. Nur so bleiben die Delfine gesund und die Unterwasserwelt im Roten Meer erhalten. Die obligatorische Erinnerung, dass alle Mitarbeiter an Deck nur für Trinkgeld arbeiten, hat natürlich auch nicht gefehlt.

Auf dem offenen Meer wurden die Wellen höher und das Schiff schaukelte doch schon ganz schön. Wer schnell seekrank wird, setzt sich am besten genau in die Mitte des Schiffes und fixiert mit den Augen einen Punkt am Horizont.

Da mehrere Ausflugsboote von FTI unterwegs waren, die gegenseitigen Kontakt hielten, waren die Delfine schnell gefunden. Bereits drei Boote ankerten in Nähe der Delfine. Wir konnten den Meeressäugern ein paar Minuten zusehen, bis einer nach dem anderen von unserem Reiseleiter ins Wasser geschickt wurde.

Die erste Zeit im Meer war es noch schwer, die Delfine zu finden: gerade schwammen sie unter einem und gleich waren sie auch schon wieder weg. Nach ein paar Minuten wurde aber klar, dass die zwei Delfine, die noch bei uns waren, immer wieder zu einem Punkt abtauchten: einem Metallkorb. Mir wurde zwar gesagt, dass dieser Korb von Fischern vergessen wurde, aber es schien eher, dass die Delfine mit dem Inhalt angelockt werden sollten.

Ich genoss es die schönen Tiere in Ruhe zu beobachten. Die Delfine mit einer Leichtigkeit durchs Wasser gleiten zu sehen war einfach fantastisch. Teilweise schwammen sie so dicht an einem vorbei, dass man sie hätte berühren können. Leider taten das unsere ägyptischen Guides auch mehrmals, und ermutigten auch Urlauber dazu, um vermeintlich spektakulärere Videos und Fotos machen zu können.

Nach etwa 20 Minuten war das Schwimmen vorbei und unser Boot hat das nächste Korallenriff angesteuert.

Meine Foto-Ausbeude

Natürlich habe ich auch selbst versucht, ein paar schöne Aufnahmen zu machen, was bei den schnellen Tieren aber gar nicht so einfach ist. Mal sind sie viel zu nah und man hat nur ein Teil von ihnen auf dem Foto und dann wieder zu weit weg, so dass man sie in dem aufgewühlten Wasser nur schemenhaft erkennen kann.

Bei nächsten Mal würde ich besonders die ersten Minuten im Wasser einfach nur genießen. Wenn die Delfine weiter von einem weg sind, können vor allem schöne Videos entstehen, welche die Tiere beim Tauchen zeigen. Sind die Delfine näher an einem dran, kann man versuchen ein paar schöne Schnappschüsse zu bekommen. Wichtig dabei ist eine wirklich kurze Belichtungszeit.

Die Foto und Video DVD von FTI, die von dem Ausflug gemacht wird, sollte man auf keinen Fall kaufen – oder man kauft eine DVD und teilt sich den Preis mit anderen Reisenden. Die Qualität sowohl von den Fotos als auch von dem Video ist einfach sehr, sehr schlecht.

Mein Fazit zu dem Delfin-Ausflug „Dolphin House“ bei Hurghada

Delfine in ihrem natürlichen Lebensumfeld zu begegnen ist einfach wunderschön.

Ich würde sicher wieder einen Ausflug von Hurghada aus buchen, allerdings definitiv mit einem anderen, delfinfreundlicherem, Veranstalter.

Auch wenn mir beim Buchen versichert wurde, dass auf die Delfine Rücksicht genommen wird, habe ich das anders empfunden. Drei Boote um zwei Delfine herum empfand ich als zu viel. Einige Urlauber und Guides versuchten unbedingt die Tiere zu berühren. Andere wiederum waren so hysterisch, dass sie nicht im Geringsten auf Ihre Mitmenschen achteten und mit ihren Flossen um sich paddelten, nur um die ersten zu sein.

 

0

Olympus TG-4 als Unterwasserkamera – meine Erfahrungen

Nach meinem ersten Urlaub an der kroatischen Adria war klar: ich wollte nicht nur an Land, sondern auch unter Wasser fotografieren. Meine heiß geliebte Spiegelreflex Kamera in ein Unterwassergehäuse oder gar Unterwasserbeutel zu packen, kam für mich jedoch nicht in Frage.

Daher ging ich auf die Suche nach einer Unterwasser-Kompaktkamera, die natürlich gute Fotos machen, aber auch nicht all zu teuer sein sollte.

Die Entscheidung fiel schlussendlich auf die Outdoorkamera Olympus TG-4.

Ausschlaggebend für mich waren neben der maximalen Wassertiefe von bis zu 15 Metern vor allem das lichtstarke Objektiv mit einer Blende bis 2,0, der 4-fach optische Zoom und die Möglichkeit im RAW-Format fotografieren zu können.

 

Die Kamera:

Die Outdoorkamera Olympus TG-4 ist eine schöne kompakte Outdoorkamera. Dank ihrem Fliegengewicht von 250g und der Fähigkeit sowohl Temperaturen von -10 Grad als auch Stürze aus 2 Meter Höhe zu überleben ist die Olympus TG-4 der ideale Wegbegleiter für Groß und Klein, sobald die Bedingungen für „normale“ Kameras zu ungemütlich werden.

Die Verarbeitung erscheint hochwertig. Das Kameradisplay ist angenehm groß und hell, so dass man auch in schwierigeren Situationen wie bei Sonne, Dunkelheit oder Unterwasser genau sieht, was man fotografieren möchte.

Wie die meisten Kameras verfügt auch die Olympus über diverse vordefinierte Aufnahme-Modi wie „Landschaft“, „Portrait“, „Schnee“ und viele weitere. Um jedoch immer Einfluss auf die Blende und ISO-Werte nehmen zu können und alle Fotos auch im RAW-Format zu speichern empfehle ich lieber die zwei zur Verfügung stehenden Speicherplätze „C1“ und „C2“ zu nutzen und mit den passenden Einstellungen zu belegen. Über den „Auswahlknopf“ können situationsbedingt die Belichtungskorrektur, die ISO Empfindlichkeit und die Blende mit wenigen Handgriffen angepasst werden. Dies gilt ebenso für den Blitzmodus und die Einzel- oder Serienbild bzw. Selbstauslöser-Funktion.

 

Meine vordefinierten Einstellungen für Unterwasser:

  • Effekte

Auf die Einstellung von besonderen Effekten sollte verzichtet werden, da nur bei den ersten drei Einstellungen „Vivid“, „Natural“ und „Muted“ die zusätzliche Speicherung der Fotos im RAW-Format möglich ist.

  • Blitz

Bei mir ist der Blitz fast immer aus. Wer Unterwasser gern den Blitz einsetzten möchte, sollte bedenken, dass die Reichweite geringer als an Land ist. Außerdem wird nicht nur das gewünschte Objekt erhellt, sondern auch alle im Wasser befindlichen Schwebteilchen.

  • Belichtungskorrektur

Die Belichtungskorrektur habe ich auf +/- 0 eingestellt.

  • Weißabgleich

Bei der Speicherung der Fotos im RAW Format ist der Weißabgleich zwar nicht so wichtig, aber durch die Einstellung auf „Unterwasser“ sehen auch die Fotos im .jpg Format gut aus.

  • ISO 100 bis 400

Unterwasser wird es naturgemäß immer dunkler je tiefer man taucht. Die Belichtungszeiten können sich bei ISO 100 so stark verlängern, dass nur schwer nicht verwackelte Fotos möglich sind. Dann ist eine Anhebung der ISO Werte auf 200 oder 400 sinnvoll. Hier beginnt auch das erkennbare Bildrauschen. ISO 800 sollte man nur wenn es die Lichtverhältnisse unbedingt erfordern noch nutzen. Höhere ISO Werte sind aufgrund des Bildrauschens nicht zu empfehlen.

  • Einzelbild-Modus

Nur im Einzelbildmodus – mit und ohne Selbstauslöser – besteht die Möglichkeit die Fotos auch im RAW Format zu speichern.

  • Fotogröße: 16M + RAW

Die von der Kamera erstellten .jpg Bilder der Olympus sehen auf den ersten Blick sehr „schön“ aus. Wer jedoch alle Details seiner Bilder behalten und vielleicht darüber hinaus noch etwas herauskitzeln möchte, sollte unbedingt das RAW Format einstellen.

  • Bildformat: 4:3

Nur im Bildformat 4:3 können die Fotos zusätzlich im RAW-Format gespeichert werden

  • Blende

Bei der Wahl der Blende muss auf die daraus resultierende Belichtungszeit geschaut werden. (sichtbar bei halb durchgedrücktem Auslöser am unteren Bildrand). Bei sich bewegenden Fischen oder dem Fotografieren mit Zoom sollte die Belichtungszeit um die 1/250 oder kürzer liegen, auf keinen Fall aber unter 1/125.

Knapp unter der Wasseroberfläche und bei ausreichend Licht kann die Blende für mehr Tiefenschärfe auch weiter geschlossen werden (Blende 6 – 8). Die größtmögliche Blendenöffnung (Blende 2.0 – 4.9) ist beim Tauchen oder weniger Licht optimal. Da sich die Lichtverhältnisse besonders unter Wasser schnell ändern können, empfiehlt es sich die Belichtungszeit immer im Blick zu haben und die Blende gegebenenfalls anzupassen.

 

Weitere Einstellungen im Kamera-Menü für Unterwasserfotografie:

Beim Fotografieren unter Wasser hat man oft weniger Zeit als an Land. Beim Tauchen wird schnell die Luft knapp und durch den Auftrieb oder bei stärkerem Wellengang kann es schwer sein Motive richtig zu fokussieren.

Aus diesem Grund habe ich den Autofokus-Modus auf „Spot“ gestellt. Somit wird alles im Rahmen in der Mitte des Bildes scharf gestellt. Hat man mehr Zeit für sein Foto, kann man auch das gewünschte Objekt mit halb gedrücktem Auslöser fokussieren, durch bewegen der Kamera an die gewünschte Stelle im Bild positionieren uns dann erst auslösen. Zu beachten ist dabei, dass der Abstand zwischen Motiv und Kamera exakt gleich bleibt.

Auch die Belichtungsmessung habe ich auf „Sport“ gestellt.

 

Vorteile der Kamera:

Die Kamera ist im Vergleich zu einer Spiegelreflex Kamera angenehm leicht und klein und hält ihr Versprechen wasserdicht und stoßfest zu sein.

Mit den richtigen Einstellungen entstehen gute Fotos im RAW-Format, die sich per WiFi auch schnell aufs Handy oder andere Geräte laden lassen.

 

Nachteile der Kamera:

Leider schließen einige Aufnahme-Funktionen wie zum Beispiel die Serienbildfunktion oder ein anders Bildformat als 4:3 die Speicherung der Fotos im RAW-Format aus.

Das Objektiv befindet sich gut geschützt vor Wasser und Sand hinter einer Scheibe. Der einzige Schutz für diese Scheibe ist aber lediglich ein höher stehender Ring außen herum. Beim Reinigen und Aufbewahren der Kamera sollte man daher genau darauf achten, die Frontscheibe nicht zu zerkratzen.

 

 

Mein persönliches Fazit:

Die Outdoorkamera Olympus TG-4 ist als kleine „immer dabei“-Unterwasserkamera sehr geeignet.

Natürlich darf man die Qualität der Fotos nicht mit denen von größeren Spiegelreflex-Kameras vergleichen, aber für so eine kleine Kamera sind sie durchaus ordentlich. Neben einmaligen Fotos lassen sich auch Unterwasser gute Videos aufnehmen.

 

Kauf-Empfehlung – Handschlaufe für Unterwasserkameras:

Beim Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen ist es sinnvoll eine Handschlaufe an der Kamera zu befestigen um die Hände frei zu haben.

Verschiedene Hersteller haben diverse Armschlaufen im Angebot, die ausreichend Auftrieb haben um eine 200 bis 250g schwere Kamera an der Wasseroberfläche zu halten. Das ist insbesondere in tieferen Gewässern sinnvoll, wenn einem doch einmal die Kamera aus der Hand gleiten sollte.

 

Unterwasser-Fotos mit der Outdoorkamera Olympus TG-4