Touristenkarte in Kuba verlängern – meine Erfahrungen

Wer länger als 30 Tage in Kuba bleiben möchte, muss seine Touristenkarte bei der Immigration verlängern.

Hätten wir uns vorher besser informiert, hätten wir uns einiges an Rennerei erspart. Vielleicht helfen euch ja ein paar meiner Erfahrungen, die Prozedur ohne graue Haare zu überstehen.

Reisedokumente für Kuba
Reisedokumente für Kuba

Welche Immigration zuständig ist, hängt von eurem aktuellen Aufenthaltsort ab. Erkundigt euch auch rechtzeitig über die Öffnungszeiten. Für uns war die Immigration in Cienfuegos zuständig, die aber nur Dienstag und Samstag bis 12 Uhr Verlängerungen vorgenommen hat.
Da die Immigration auch für andere Behördengänge der Kubaner zuständig ist, kann es sehr voll werden. Während es bei unserem ersten Besuch am Dienstag doch recht leer war, hatten wir Samstag viel Glück, dass wir überhaupt noch dran kamen. Ich kann nur jedem empfehlen, möglichst früh bei der Behörde zu sein.

Bedenkt, dass eure Touristenkarte frühestens 7 Tage vor Ablauf verlängert wird. Kommt ihr eher, war der Weg für umsonst.

Was braucht man für eine Verlängerung?

  • Reisepass
  • Touristenkarte
  • gültige Auslandskrankenversicherung (auf Spanisch)
  • Wertmarken: 25 CUC – Sellos
  • aktuelle und offizielle Unterkunft

Reisepass, Touristenkarte und Krankenversicherung

Reisepass, Touristenkarte und Krankenversicherung benötigt man schon bei der Einreise. Wichtig ist nur, dass die Krankenversicherung auch noch während des Zeitraumes der Verlängerung gültig sein muss.

Die Sellos:

Bei der Verlängerung müsst ihr pro Verlängerung Wertmarken über 25 CUC (nicht CUP!), sogenannte Sellos, abgeben. Diese solltet ihr schon vor der Verlängerung bei einer Bank kaufen.
Wir sind natürlich ohne diese Marken zur Verlängerung. 10:45 Uhr hat uns ein mitwartender Deutscher zum Glück nach diesen gefragt. Die nächste Bank war aber über 1 km entfernt und schloss bereits 11 Uhr. Ich glaube, ich brauche nicht weiter zu schreiben, jeder kann erahnen, wie wir durch die Stadt gerannt sind.

Die Unterkunft:

Bei unserer Verlängerung wurde im Computer geschaut, in welcher Unterkunft wir aktuell gemeldet waren. Es ist also wichtig, dass ihr offiziell gemeldet seid. Ich schreibe „offiziell“, weil ich stark vermute, dass eine Casa-Besitzerin uns nicht bei den Behörden angemeldet hatte.

Sonstiges:

Spanisch Kenntnisse sind bei der Verlängerung definitiv von Vorteil. So mussten wir einige Fragen z.B. nach unserer Herkunft und unserem Beruf beantworten. Ich würde schon empfehlen, jemanden mit zu nehmen, der zumindest etwas übersetzen kann. Alternativ hilft vielleicht auch ein Wörterbuch und ein paar schon vorher übersetze Worte wie z.B. „Verlängerung“.
Ansonsten kann ich nur raten viel Geduld und etwas zu trinken mit zu nehmen.

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