Geld verdienen mit dem Verkauf von Fotos – Lohnen sich Mickrostock Anbieter?

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Wer hat sie nicht – Festplatten voll mit den verschiedensten Fotos aus aller Welt. Wie wäre es, mit dem Verkauf eben dieser Bilder etwas Geld nebenher zu verdienen?

Am einfachsten und unkompliziertesten gelingt dies wohl über so genannte Mickrostock-Agenturen. Diese verkaufen die Fotos und beteiligen den Fotografen am erzielten Gewinn.

Was man als Fotograf tun muss? Man lädt seine Fotos bei den Anbietern hoch, fügt passende Schlagwörter und eine oder mehrere Kategorien hinzu. Besonders die Verschlagwortung ist wichtig, da diese meist entscheidet, ob ein Foto vom Suchenden gefunden wird oder nicht.

Ich persönlich habe aktuell zwei Mickrostock-Favoriten: Fotolia und Shutterstock, da ich bei diesen aktuell den meisten Gewinn mit meinen Fotos mache.

Aber auch bei den anderen Agenturen lohnt es sich durchaus sie einmal auszutesten.

 

Meine Erfahrungen mit Fotolia

Fotolia ist Teil der Adobe Familie und verkauft Fotos, Kompositionen, Illustrationen und Videos. Das Hochladen, die Kategorisierung und Verschlagwortung der eigenen Dateien geht sehr zügig und ist in verschiedenen Sprachen möglich. Bis zur Annahme oder Ablehnung der Fotos kann es dann ein paar Tage dauern, was sich aber dennoch im Rahmen hält.

Für die Vergütung gibt es zwei Modelle:

Wird eine Datei über ein Abonnement verkauft, so erhält man 33% Kommission. Was bei einem günstigen Abo-Preis pro Foto dann eben auch mal nur 0,23€ sein können. Beim „normalen“ Verkauf beginnen die Kommissionsspannen bei 20% und können durch exklusives Verkaufen bei Fotolia oder nach ausreichend Verkäufen auf maximal 63% gesteigert werden.

Bei mit fallen etwa 3/5 meiner Verkäufe auf das Abo-Modell. Nimmt man die letzten zwei Jahre im Durchschnitt komme ich auf einen Lohn von etwa 0,95€ pro verkaufter Datei. Das ist natürlich nicht sonderlich viel, aber da über Fotolia relativ viele Dateien verkauft werden, ist das für mich das Portal mit dem meisten Umsatz.

Link: www.fotolia.de

 

 

Meine Erfahrungen mit Shutterstock*

Das amerikanische Unternehmen Shutterstock gibt es bereits seit 2003 auf dem Markt. Das Hochladen und Kategorisieren erfolgt einfach, schnell und unkompliziert. Die Verschlagwortung erfolgt auf Englisch und wer möchte, kann sich sogar Suchbegriffe zu seiner Datei vorschlagen lassen.

Die meisten Fotos werden im Rahmen einer monatlichen Mitgliedschaft verkauft, was einem jeweils zwischen 0,25$ und 0,38$ an Einnahmen beschert. Zwischen 0,81$ und 2,85$ verdient man an Dateien, die über Bildpakete erworben wurden.

Ich persönlich bekam bei jeder verkauften Datei im Durchschnitt gerade einmal um die 0,60$, wobei hier auch ein einzelner Verkauf mit erweiterten Rechten über 80$ mit einberechnet ist. Da ich bei Shutterstock aber die meisten Verkäufe verzeichne, empfehle ich den Anbieter trotzdem weiter.

Link: www.shutterstock.com*

 

 

Meine Erfahrungen mit Photocase

Photocase teste ich erst seit kurzem. Das Besondere ist, dass hier vor allem ehrliche und natürliche Fotos gewünscht sind. Das Hochladen der Fotos erfolgt zügig, anschließend werden sie vom Team kontrolliert und bei Gefallen freigegeben. Der Prozess dauert jedoch ein paar Tage. Erst danach erfolgt die Verschlagwortung.

Das Provisionsmodel ist einfach, übersichtlich und fair: Je nach Beteiligungslevel erhält man an 40 bis 60% der Verkaufseinnahmen. Ein Abo-Modell gibt es nicht. Mein Durchschnittspreis pro verkauftem Foto liegt hier bei 2,70€.

Die Nachteile sind, dass wirklich nur ausgewählte Fotos angenommen werden und daher auch die Verkaufszahlen nicht mit denen bei Fotolia oder Shutterstock mithalten können.

Link: www.photocase.de

 

 

Meine Erfahrungen mit Dreamstime*

Dreamstime ist ein weiterer Anbieter, bei dem man seine Fotos verkaufen kann. Upload, Kategorisierung und Verschlagwortung geht gewohnt zügig.

Der Verdienst bei Dreamstime ist abhängig davon, wie oft ein Foto bisher verkauft wurde, ob es exklusiv bei Dreamstime eingestellt ist oder gar der Fotograf exklusiv bei Dreamstime seine Fotos verkauft. Eine Kommission von bis zu 60% plus 0,20$ pro angenommenem Fotos für exklusive Fotografen sind maximal erreichbar. Mein durchschnittlicher Verkaufserlös liegt aktuell bei 1,29$ pro Bild.

Da die Anzahl meiner verkauften Fotos jedoch gering ist, läuft Dreamstime bei mir eher nebenher.

Link: www.dreamstime.com*

 

 

Meine Erfahrungen mit 123rf*

Für diesen Artikel bin ich erneut auf den Anbieter 123rf gestoßen, bei dem ich seit 1,5 Jahren angemeldet bin. Upload, Verschlagwortung und Überprüfung der Daten erfolgt ziemlich zügig.

Das Provisionsmodel staffelt sich nach dem Verdienst der letzten 12 Monate. Pro Datei, die über ein Abonnement verkauft wurde kann man zwischen 0,216$ und 0,432$ verdienen, bei anderen Verkäufen liegt die Gewinnspanne bei 30 bis 60%.

Auch wenn ich den Anbieter vergessen hatte, wurden ein paar meiner Fotos verkauft und brachten mir im Durchschnitt 0,69$ pro verkaufter Datei. Wie hoch die Verkaufszahlen bei 123rf sind, kann ich daher kaum sagen, werde bei dem Anbieter in den nächsten Monaten aber wohl ein paar mehr Fotos hochladen.

Link: www.123rf.com*

 

Meine Erfahrungen mit Depositphotos*

Depositphotos ist für mich persönlich neu, meine Anmeldung für dieses Programm läuft aktuell.

Abhängig von den bisher erzielten Verkäufen der Fotografen, erhält man für im Abonnement verkaufte Fotos zwischen 0,30$ und 0,35$, für andere Verkäufe zwischen 34% und 42%.

Link: www.depositphotos.com*

 

Mein Fazit – lohnt sich der Verkauf von Fotos über Mickrostock-Agenturen?

Gerade für Neueinsteiger ist der Weg steinig. Die Einnahmen sind aufgrund von Staffelungen abhängig vom bisherigen Verkauf eher gering und die Anzahl der Verkäufe überschaubar. Aufgewendete Arbeit zum Bearbeiten und Einstellen der Fotos stehen in keinem wirtschaftlichen Verhältnis.

Je mehr Verkäufe man jedoch erzielt, umso höher steigen man selbst und die Fotos im internen Ranking der meisten Seiten. Verkäufe und Provisionen steigen langsam aber kontinuierlich an. Der Vorteil ist natürlich, dass einmal hochgeladene Fotos keine weitere Arbeit benötigen, aber meist dennoch mehr oder weniger regelmäßige Einnahmen bringen. Wer seine Einnahmen steigern möchte, der sollte sich den besonders gefragten Business-Themen und den verschiedenen aktuellen und im Jahresverlauf interessanten Kategorien widmen.

Möchte man auf die Schnelle Geld verdienen, so ist bei Mickrostock-Agenturen falsch. Wer sich aber ein durchgängiges Einkommen aufbauen möchte und dafür auch bereit ist arbeitszeittechnisch in Vorleistung zu gehen, für den kann sich das Modell der Mickrostock-Agenturen lohnen.

 

 

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