Lohnen sich die Best Preis Tarife von Eurowings?

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Bei unserer Reise nach Kuba im Januar 2018 hatten wir die Qual der Wahl bei der Auswahl der für uns passenden Airline und des perfekten Tarifes. Da wir mit sehr viel Gepäck – sechs Koffern, zwei Fahrrädern und fünf Mal Handgepäck – unterwegs waren, wollten wir direkt ab Leipzig fliegen und natürlich bei maximalem Komfort möglichst wenig bezahlen. Wir entschieden uns für den Best-Preis Tarif von Eurowings. In diesem waren für uns drei 6 Koffer á 23kg, 6-mal Handgepäck bis zu 8 kg und – bei Bezahlung mit der Kreditkarte von Eurowings – sogar die beiden Fahrräder im Preis inbegriffen. Perfekt.

Blick aus dem Fenster

Blick aus dem Fenster

Auf die zusätzlichen Annehmlichkeiten vor, zwischen und während der Flüge freuten wir uns besonders. So betrug unsere Wartezeit am Check-in am Flughafen gerade mal ein paar Minuten, denn dank Priority Check-In durften wir „vordrängeln“. Genau wie beim Security-Check: Ankommen, drankommen, fertig. So entspannt begann noch keine meiner Flugreisen. Aber damit noch nicht genug. Bis zum Start durften wir ganz entspannt in der Lufthansa-Lounge warten und uns die Bäuche mit einem leckeren Frühstück füllen.

Auch in der Luft wurden wir verwöhnt: auf dem Flug nach Köln/Bonn hatten wir Sitze in den ersten drei Reihen ohne direkten Sitznachbar. Da auch Essen und Trinken komplett im Preis inkludiert war, war unser einziges Problem die Frage, was wir zuerst probieren sollen.

Am Flughafen Köln/Bonn angekommen, mussten wir die Tickets für unseren Weiterflug abholen und konnten dann wieder in der Lufthansa-Lounge warten. Zum Glück – denn zu unserer normalen Wartezeit kamen noch einmal knapp drei Stunden Verspätung von Eurowings hinzu. Trotz einer guten Auswahl und reichlich Essen war die Wartezeit doch recht nervig.

Auf unserem Langstreckenflug hatten wir wieder Plätze in den ersten drei Reihen, die nach hinten zusätzlich durch eine dünne Wand abgetrennt waren. Die Sitze waren breiter als die normalen und auch der große Fußfreiraum war sehr angenehm. Für jeden Fluggast gab es ein kleines Hygienepaket, ein Kissen und eine Decke.

Auch Getränke und Essen waren bei unserem Flug wieder kostenfrei, wobei ich aber nach der Wartezeit und dem vielen Essen in Köln noch gut gesättigt war. Im Entertainment Programm von Eurowings konnte man zwischen einfachen Spielen, Hörspielen, ein paar Serien und Kinofilmen wählen. Es waren zwar nicht die allerneusten Medien, aber es hat gereicht um während des Fluges beschäftigt zu sein.

Ich bin während des Fluges zwar immer wieder weggedöst, aber richtig schlafen konnte ich trotz der großen Sitze nicht. Dafür schliefen mir, je nach Sitzposition, dann doch mal Beine und Po ein.

 

Sonnenaufgang über den Wolken

Sonnenaufgang über den Wolken

Um zu sagen, ob das Upgrade zum Best Preis lohnt, schlüssel ich einmal die einzelnen Leistungen auf:

Priority-Check-In und Fast-Lane beim Security Check: Natürlich sind Wartezeiten immer unangenehm, aber letztendlich startet der Flieger für alle Passagiere zur gleichen Zeit. Warten muss man also so oder so, der einzige Unterschied ist wo man wartet.

 

Lufthansa-Business-Lounge: Ohne Zweifel ist es in einer Lounge deutlich ruhiger und bequemer. Der angebotene Service wie Getränke und Essen variiert von Abflughafen zu Abflughafen stark. Während es in Varadero ein Sandwich und etwas Knabbergebäck gab, wurden in Köln/ Bonn in regelmäßigen Abständen neue Speisen angeboten. Ob sich ein Besuch in der Lounge lohnt, hängt wohl hauptsächlich von der Aufenthaltsdauer und dem Abflughafen ab.

Tipp: Der Zugang zu einigen Lounges an Flughäfen lässt sich auch ohne teuren Tarif käuflich erwerben.

 

Der Flug an sich: Die breiteren Sitze in den ersten drei abgetrennten Reihen sind aufgrund ihrer Größe und dem Sitzplatzabstand zum Vordermann vermutlich deutlich bequemer, als die normalen. Durch die Abtrennung zu den hinteren Reihen laufen kaum Leute durch den Gang und es ist relativ ruhig. Wem es hauptsächlich auf die größeren Sitze ankommt, der kann sich natürlich auch einfach gegen Aufpreis einen Premium-Sitz zum günstigeren Tarif dazu buchen.

 

Der Preis: Die Best-Preis-Kategorie ist natürlich nicht unerheblich teurer als die Basis-Kategorie. Bucht man aber zum Basispreis noch zusätzliche Koffer oder einen Wunschsitzplatz, so fällt der Unterschied schon nicht mehr so groß aus. Essen, Trinken und Entertainment kann man natürlich in begrenztem Maß auch selbst mit auf die Reise nehmen. Wobei ich mir in der Regel aber doch meist irgendwo irgendetwas kaufe. Denn irgendwie hat man auf das, was man gerade selbst nicht dabei hat, doch den meisten Appetit.

 

Mein persönliches Fazit:

Ich denke, ob das Upgrade zum Best-Tarif lohnt, kommt ganz auf die Reise an sich an. Gerade bei langen Flügen oder einer anstrengenden Weiterfahrt nach dem Flug, kommt man wesentlich ausgeruhter an sein Ziel. Auch bei zusätzlichem Gepäck, besonderen Sitzplatz- oder Essenswünschen, lohnt es sich, die Gesamtkosten vorher kurz durchzurechnen. Bei kurzen Flügen mit wenig Gepäck wäre mir persönlich der Aufpreis für die Best-Preis-Kategorie zu teuer.

 

Achtung: Eurowings hat jetzt neben dem Basic, Smart und Best-Tarif nun einen neuen Bizclass Tarif. Die Leistungen beim Best-Tarif wurden leider eingeschränkt: laut Homepage ist die Fast-Lane beim Security Check nur noch für HON und SEN- Mitglieder und der Lounge-Zugang nur noch für HON, SEN und FTL- Mitglieder im Preis enthalten. Auch das Catering à la Carte wird im Best-Preis nicht mehr angeboten.